
Schon häufig habe ich mir die Frage gestellt, was Menschen dazu bewegt, ihr Auto auf einen Behindertenparkplatz zu parken, der ganz offensichtlich bereits besetzt ist. Letztens war es wieder soweit: an den Hamburger Landungsbrücken freute ich mich über einen freien Behindertenparkplatz, auf dem ich beschwingt meine Beifahrertür vollständig öffnen konnte, um ungehindert auszusteigen. Noch in der Hoffnung, dass das spätere Einsteigen genauso reibungslos klappen würde, machte ich mich davon und genoss die Hafenrundfahrt.
Bei meiner Rückkehr zum Auto verdrehten sich beim Anblick der neuen Parksituation spontan meine Augen. Ein Stöhnen entwich unweigerlich. Jemand hatte sein Auto so sehr über den Abgrenzungsstreifen meines Parkplatzes geparkt, dass mein Seitenspiegel nur um Millimeter unbeschadet geblieben war. Es erschien einfach absolut unmöglich, irgendwie auch nur ansatzweise an meine Autotür zu gelangen, geschweige denn einsteigen zu können. Mir blieb also nichts weiter übrig, als auf die Rückkehr des Halters zu warten.
Zu meiner Überraschung dauerte dies keine 3 Minuten. Bevor ich mit meinen Belehrungen beginnen konnte, fing die gute Frau an, auf mich einzureden. An die Kraft Gottes solle ich glauben, dann würde ich auch wieder laufen können. Ihr selbst habe die Kraft Gottes ihr kaputtes Bein wieder heile gemacht und überhaupt sei die Kraft Gottes derzeit auf der Welt besonders stark.
Leider habe ich nicht nachgefragt, wie stark Gott noch werden muss, bis er falschgeparkte Autos entfernen oder kaputte Gehirne wieder heile machen kann.
Nachtrag: Die Engländer wissen, wie es geht

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Behindertenparkplatz (Dank an Eva für diesen Hinweis)